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Behaviorale Psychotherapie - Klassische Verhaltenstherapie

Behaviorismus

Behaviorismus (abgeleitet vom amerikanisch-englischen Wort behavior „Verhalten“) benennt das wissenschaftstheoretische Konzept, Verhalten von Menschen und Tieren mit naturwissenschaftlichen Methoden – also ohne Introspektion oder Einfühlung – zu untersuchen und zu erklären. Der Behaviorismus wurde nach wichtigen Vorarbeiten von Edward Lee Thorndike durch John B. Watson zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründet und in den 1950er Jahren vor allem von Burrhus Frederic Skinner gleichermaßen popularisiert wie radikalisiert. Wichtige Pionierarbeit leistete außerdem Iwan Petrowitsch Pawlow mit seinen Experimenten zur klassischen Konditionierung von Verhalten. Im Behaviorismus wurden technoide Sozial- und Kulturtechniken entwickelt, doch bietet er nicht nur klassische oder operante Konditionierung, sondern auch eine positiv gemeinte gesellschaftliche Utopie, wie sie beispielsweise von Skinner im Roman Walden Two[1] ausgearbeitet wurde.

In den USA waren die Verfechter des Behaviorismus jahrzehntelang die einflussreichsten Verhaltensforscher an den Universitäten und entschiedene Gegner der gleichzeitig aufkommenden psychoanalytischen Richtungen. Auch die seit den 1930er Jahren in Europa aus der Tierpsychologie entstehende vergleichende Verhaltensforschung konnte in den USA wegen der dortigen Vorherrschaft des Behaviorismus nicht Fuß fassen.

Auf die Erkenntnisse der behavioristischen Forschung stützen sich diverse verhaltenstherapeutische Vorgehensweisen, u. a. die sogenannte systematische Desensibilisierung von Patienten mit einer Phobie und die Behandlung von frühkindlichem Autismus, aber auch die moderne Abrichtung von Hunden und Zirkustieren. Auch das Programmierte Lernen, Sprachlabors und die heute gängigen PC-Programme zum Selbststudium von Fremdsprachen sind eine Nutzanwendung der behavioristischen Theorie.

Begründung

Die Initialzündung des Behaviorismus stellt John B. Watsons berühmter Artikel „Psychology as the Behaviorist views it“ (1913) dar, in dem er sich vehement gegen die damals in der Psychologie gebräuchliche Methode der Introspektion aussprach. Watsons Ziel war es, die Psychologie als eine Naturwissenschaft gleichsam neu zu begründen. Er setzte ausschließlich auf die sogenannte „objektive Methode“, indem er alles Verhalten in Reiz und Reaktion zerlegte (englisch: stimulus–response); man bezeichnet diese Form des Behaviorismus daher auch als „molekularen“ Behaviorismus. Als Reiz fasste Watson jede Veränderung in der äußeren Umwelt oder im Inneren des Individuums auf, die auf physiologischen Vorgängen beruht, also zum Beispiel auch einen „Mangel an Nahrung“, sprich: Hunger; als Reaktion fasste er jegliche Aktivität auf, sei es das Hinwenden zu oder das Wegwenden von einer Lichtquelle oder das Schreiben von Büchern. Die von Watson begründete Form des Behaviorismus wird auch als „Klassischer“ oder „methodologischer“ Behaviorismus bezeichnet.

Die dem beobachtbaren Verhalten zugrunde liegenden physiologischen Vorgänge gelten dem Behavioristen als uninteressant; aus seiner Sicht gehören sie zum Aufgabengebiet der Physiologen. Der Behaviorist konzentriert sich ausschließlich auf Prozesse, die sich zwischen Organismus und Umwelt abspielen. Der Organismus selbst wird vom klassischen Behavioristen als Black Box betrachtet.

Skinners Hauptwerk Science and Human Behavior (deutsch: Wissenschaft und menschliches Verhalten) erschien 1953 in den USA. Im Gegensatz zu Watson und dem methodologischen Behaviorismus schloss Skinner im sogenannten „radikalen“ Behaviorismus innerpsychische Prozesse bei der Erforschung von Verhalten nicht aus. Aussagen über „mentale“ oder „psychische“ Vorgänge könnten jedoch nie von Außenstehenden, also unabhängigen Beobachtern getroffen werden, sondern allenfalls vom sich selbst beobachtenden Individuum. Reagiere beispielsweise ein Schüler auf die Frage des Lehrers unabsichtlich mit einer völlig unpassenden Antwort, so werde der „innere Zustand“ des Schülers häufig als geistesabwesend bezeichnet. Diese Zuschreibung erkläre in Wirklichkeit aber keineswegs die Zustände im Inneren des Gehirns; sie sei in Wirklichkeit bloß eine zusätzliche, bildhafte Beschreibung für die fehlerhafte Äußerung des Schülers, also für die dem Beobachter ohnehin schon bekannte Reaktion des Schülers.

Die Vertreter einer behavioristischen Wissenschaft vom Verhalten forderten daher, dass auch alle Vorgänge, die in einem Experiment auf einen Organismus einwirken (also die Ursachen von Verhalten), mit streng naturwissenschaftlichen Begriffen zu beschreiben seien; die Psychologie müsse eine „exakte Wissenschaft“ im Sinne einer Naturwissenschaft werden (wobei sich Skinner eher am Wissenschaftsbegriff der Biologie als an dem der Physik orientierte). Dies hatte unter anderem zur Folge, dass nicht-naturwissenschaftliche Einflüsse auf das Verhalten (zum Beispiel von „sozialen Strukturen“ oder von „Kultur und Tradition“) in den Studien der Behavioristen keine Rolle spielten, sofern sie nicht auf der Ebene von Umwelteinflüssen und Verhalten definiert werden. Zum wichtigsten Mittel ihrer Forschung wurden Laborstudien, da nur dort eine sehr weitgehende Kontrolle aller Einflussfaktoren auf das Verhalten der Testtiere und Testpersonen möglich ist, und speziell die eigens für behavioristische Experimente entwickelte Skinner-Box. Überdies können Laborstudien wesentlich leichter wiederholt werden als die von Ethologen bevorzugten Freilandstudien.

Die auf Skinners Radikalem Behaviorismus als Wissenschaftstheorie aufbauende Forschungstradition ist die Experimentelle Verhaltensanalyse.[2]

Ausblendung des Innenlebens

Das Black-Box-Modell

Der Verzicht auf die Heranziehung innerpsychischer Vorgänge zur Erklärung von Verhalten, die mit naturwissenschaftlichen Begriffen nicht zu beschreiben sind, hat dem Behaviorismus anhaltende heftige Kritik eingebracht. Dieser betrachte das Gehirn als bloße Black Box, die auf einen einwirkenden Reiz automatisch mit einer Reaktion antwortet. Das ausschließliche Analysieren des Zusammenhangs zwischen Eingabe und Ausgabe verkenne aber, dass es innere, veränderliche, zentralnervös gesteuerte Antriebe für Verhaltensweisen gibt, die sich beispielsweise als sexuelle Lust und als Hunger­gefühl bemerkbar machen.

Skinner lehnt die „Black Box“-Metapher ab.[3] Mentalistische Aussagen in der Art „Er isst, weil er hungrig ist“ sind nach ihm aber keine Erklärungen für Verhalten. In Wissenschaft und menschliches Verhalten schreibt er: „Er isst und er ist hungrig beschreiben ein und dieselbe Tatsache. (…) Die Gewohnheit, eine Feststellung durch eine andere zu erklären, ist insofern gefährlich, als sie den Eindruck erweckt, dass wir der Ursache auf die Spur gekommen sind und deshalb nicht weiter zu suchen brauchen.“ Skinner lehnt die Vorstellung eines cartesianischen Steuermannes ab, der gewissermaßen im Innern des Kopfes sitzend den Menschen steuert; der Mensch als ganzes Individuum („Organism as a whole“) verhält sich auf eine bestimmte Weise („molarer Behaviorismus“), aufgrund der Umwelteinflüsse, denen er in seiner aktuellen und vergangenen Umwelt unterworfen war sowie aufgrund der Umwelteinflüsse, denen seine Vorfahren in der Phylogenese unterworfen waren.

Geschichtlicher Hintergrund

Klassischer Behaviorismus

Als Vorläufer des Behaviorismus gelten die eher unbekannte „objektive Psychologie“, die sich in der deutschen Forschungsgemeinschaft Ende des 19. Jahrhunderts nicht durchsetzen konnte, im gleichen Zeitraum die deutsche Experimentalpsychologie sowie die wissenschaftlichen Arbeiten von McDougall und Iwan Petrowitsch Pawlow. Der Begriff Behaviorismus wurde erstmals 1913 in einem Fachaufsatz, der zugleich eine Art Manifest war, von John B. Watson in die Psychologie eingeführt. Watson hatte zur gleichen Zeit wie Iwan Petrowitsch Pawlow mit Reflexen experimentiert und an dessen „Reflexologie“ angeknüpft, mit deren Hilfe Pawlow bereits eine hypothetische physiologische Erklärung für den Aufbau von komplexen Verhaltensmustern entwickelt hatte.

Watson vertrat den Standpunkt, dass ein Organismus nur durch auf ihn einwirkende Reize etwas über seine Umwelt in Erfahrung bringen kann. Die Möglichkeit „angeborener Erfahrung“ oder angeborenen Erkennens (wie sie die klassische vergleichende Verhaltensforschung erforschte) wurde daher in der behavioristischen Forschung lange Zeit vernachlässigt. Der Begriff Umwelt wird von Watson extrem weit gedehnt, zu einem nahezu magischen Konzept, da ausdrücklich auch Herzschlag, Magenknurren, das Sich-Ausdehnen der sich füllenden Harnblase und ähnliche innere Zustandsänderungen als Umwelt definiert werden. Aus diesem Umweltbegriff rührt dann auch die Vorstellung her, dass alles Verhalten – auch jede Verhaltensstörung – umweltbedingt sei.

Eine frühe Kritik der behavioristischen Reflexbogentheorie findet sich bei dem Neurologen und Gestalttheoretiker Kurt Goldstein. Durch seine Arbeit mit hirngeschädigten Soldaten des Ersten Weltkriegs (Der Aufbau des Organismus, 1934) kommt er u. a. zu dem Ergebnis, dass es keine isolierten Reiz-Reaktions-Vorgänge im Organismus gibt, sondern dass der Organismus immer als Ganzes reagiert. Eine gleichlautende Kritik wurde bereits 1896 von John Dewey in seinem berühmten Aufsatz über den Reflexbogen vorweggenommen.[4]

Neobehaviorismus

Der klassische Behaviorismus verlor Ende der 1920er / Anfang der 1930er Jahre an Bedeutung, da sich die von ihm gemachten Erklärungen des Verhaltens als zu einfach erwiesen. Die dadurch ausgelöste erste Krise des Behaviorismus wurde allerdings durch die Arbeiten von Clark L. Hull von der Yale University überwunden. Der von Hull begründete Neobehaviorismus stützte sich zwar wie Watsons Klassischer Behaviorismus auf Reiz-Reaktions-Beziehungen, enthielt aber eine verfeinerte Theorie über Reiz-Reaktions-Ketten, die durch Klassische Konditionierung entstehen (sogenannte S-R-Psychologie). Die von Hull begründete Theorie wird systemische Verhaltenstheorie genannt und enthielt auch Annahmen über nicht direkt beobachtbare hypothetische Konstrukte wie z. B. einen allgemeinen Antrieb, in dem alle im Organismus zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen Energien zusammengefasst wurden. Zu Hulls bedeutendsten Schülern gehörten Kenneth W. Spence, John Dollard und Neal E. Miller, der Erfinder des Biofeedback.

Radikaler Behaviorismus

Trotz der bemerkenswerten Leistungen der Hullschen Schule – ihre Forschungsmethodik ist bis heute die Wurzel der Methodik der wissenschaftlichen Psychologie geblieben – wurde diese Form des Behaviorismus ab den 1950er Jahren schnell durch den Radikalen Behaviorismus von Burrhus Frederic Skinner abgelöst. Eine Ursache dafür ist, dass sich die Hullsche Begründung für die Wirkung von Verstärkungen – die Befriedigung physiologischer Bedürfnisse – als zu eng erwiesen hatte. Außerdem reichte das Prinzip der Reiz-Reaktions-Verknüpfung auf Basis der Klassischen Konditionierung nicht aus, um die Vielfalt des Verhaltens vollständig erklären zu können. Der Radikale Behaviorismus bildet die wissenschaftstheoretische Grundlage der Verhaltensanalyse.

Skinners Verdienst war es, das Forschungsinteresse von Reiz-Reaktions-Ketten im Sinne des Stimulus-Response-Modells weg und hin zum operanten Verhalten zu lenken. Im Mittelpunkt des Interesses stand nicht mehr das respondent genannte Verhalten auf Basis der Klassischen Konditionierung, sondern das operante Verhalten, mit dem es einem Organismus gelingt, seine Umwelt zu beeinflussen und zu verändern. Für den Skinnerianer ist Verhalten daher in der Hauptsache nicht eine passive Reaktion auf Reize, sondern Verhalten wird spontan emittiert und anschließend durch seine Konsequenzen geformt („selection by consequences“). Da Skinner dieses Prinzip sowohl in der biologischen Evolution der Art als auch in der Lerngeschichte der Individuen gleichermaßen am Werke sieht, spielt die Unterscheidung von „angeboren“ und „erworben“ für ihn eine untergeordnete Rolle. Er leugnet aber keineswegs, dass es beide Arten von Verhalten gibt.[5] Außerdem schloss Skinner auch Gedanken und Gefühle, also das, was Behavioristen als private Ereignisse bezeichnen, nicht aus der wissenschaftlichen Betrachtung aus.[6] Im Gegenteil besteht das Radikale am Radikalen Behaviorismus darin, private Ereignisse als verdecktes Verhalten aufzufassen und damit einer wissenschaftlichen Analyse zuzuführen. Skinner sieht in diesem Zusammenhang, dass er von den Verhaltensgesetzen, die anhand beobachtbaren Verhaltens gewonnen werden, auf nicht direkt beobachtbare Verhaltensweisen extrapoliert, er erklärt diese Extrapolation aber für nützlicher als den umgekehrten, traditionellen Weg, auf dem von Gedanken und Gefühlen auf Verhalten geschlossen wird.

Eine weitere wichtige, von Skinner vorgeschlagene Innovation ist die Differenzierung zwischen regelgeleitetem und kontingenzgeformtem Verhalten.[7] Während beim kontingenzgeformten Verhalten das Verhalten primär direkt von seinen unmittelbaren Konsequenzen geformt wird, tritt regelgeleitetes Verhalten auf, wenn eine Person einer Regel folgt. So können Menschen ihr Verhaltensrepertoire erweitern, ohne direkt den jeweiligen Konsequenzen ausgesetzt zu sein. Allerdings müssen Personen zuerst durch Verstärkung erfahren, dass das Umsetzen von Regeln zu von ihnen erwünschten Konsequenzen führt. Ein Beispiel für den Unterschied zwischen regelgeleitetem und kontingenzgeformtem Verhalten ist etwa der Umgang mit einem neuen Handy. Folgt man dem Handbuch, um sich die Funktionen anzueignen, so zeigt man regelgeleitetes Verhalten. Versucht man dagegen per „trial and error“ die Bedienung zu verstehen, so liegt ein Fall von kontingenzgeformtem Verhalten vor.

Skinners wichtigste forschungsmethodische Neuerung war die Einführung eines Apparats zur quantitativen Erfassung von Reaktionen mit Hilfe der von ihm entwickelten Skinner-Box: die Kumulativaufzeichnung (cumulative record). Diese erfasste sowohl die Häufigkeit der Reaktion, die ein Organismus zeigt, als auch die Häufigkeit und die Zeitpunkte von Verstärkungen. Durch diese Methode wurde der Blick der Verhaltensforscher auf die genaue Analyse jener Verstärker gelenkt, von denen Verhalten nach radikal-behavioristischer Auffassung abhängt: Heute ist es ein Gemeinplatz, dass ein Verhalten dann häufiger auftritt, wenn ihm ein positiv verstärkendes Ereignis (umgangssprachlich, aber nicht ganz korrekt auch als Belohnung bezeichnet) folgt; jede Hundeschule und jede Pferdedressur basiert heute auf diesen Erkenntnissen. Das Ziel der von Skinner begründeten Experimentellen Verhaltensanalyse (Experimental Analysis of Behavior oder Behavior Analysis, vgl. Weblinks) besteht genau darin, solche elementaren, aber auch die komplexeren Verhaltensgesetze zu finden und sie zur Vorhersage und Modifikation des Verhaltens einzusetzen. Eines der bekannteren Verhaltensgesetze aus der behavioristischen Schule Skinners ist das Matching Law, das sein Schüler und Nachfolger Richard Herrnstein 1961 erstmals formulierte und zu einer Verhaltenstheorie ausbaute.

Fortgang

Ab den 1960er und 1970er Jahren wurde der Behaviorismus zunehmend vom Kognitivismus als vorherrschendem Forschungsparadigma in der Psychologie abgelöst. Dazu trugen u. a. die Entwicklung des Digitalcomputers und seine Verwendung als Modell für das menschliche Gehirn sowie Erkenntnisse aus der Ethologie bei, denen zufolge Vererbung doch einen größeren Erklärungswert für gegenwärtiges Verhalten hat. Die Studien Harry Harlows wiesen überdies nach, dass reine Futterdressuren nicht auf sämtliche höheren Lebewesen übertragen werden können (wobei dies nicht im Widerspruch zum Radikalen Behaviorismus steht). Auch die verheerende Rezension von Skinners Buch Verbal Behavior durch Noam Chomsky, in dem Skinner den radikal-behavioristischen Ansatz auf das Sprechverhalten angewandt hatte, steht für den damals (unter Psychologen und Linguisten) beginnenden Zweifel an der Tragfähigkeit des Behaviorismus und die Wende zum Kognitivismus (vgl. Kognitive Wende). Der aufkommende Kognitivismus beschreibt in seiner einfachsten Form innerpsychische Vorgänge als Kette von internen Reizen und Reaktionen, ohne zu fordern, dass alle diese Vorgänge direkt beobachtbar sein müssen. Interessanterweise hatte es bereits während der Blütezeit des Behaviorismus unter seinen Anhängern Vertreter einer kognitiv orientierten Schule gegeben. Diese kognitiv-neobehavioristische Schule ist vor allem mit dem Namen Edward C. Tolman verbunden.

Auch heute gibt es noch behavioristisch orientierte Strömungen innerhalb der Psychologie. Neben dem Radikalen Behaviorismus der Skinnerschen Prägung existieren mehrere neue Ansätze, die auch verschiedene Aspekte älterer behavioristischer Richtungen aufgegriffen haben, so z. B. Howard C. Rachlins Teleologischer Behaviorismus und John E. R. Staddons Theoretischer Behaviorismus. Dagegen ging der methodologische Behaviorismus im Forschungsprogramm der wissenschaftlichen Psychologie auf: Psychologen erforschen noch immer fast ausschließlich das objektiv beobachtbare Verhalten anderer (das größtenteils jedoch im Antwortverhalten beim Ausfüllen von Fragebogen und Tests besteht) und schließen auf dieser Basis auf nicht beobachtbare hypothetische Konstrukte wie z. B. Extraversion oder Neurotizismus (aus der Persönlichkeitstheorie von Eysenck). Zudem wenden viele Teile der modernen Psychologie und Psychotherapie, speziell die Verhaltenstherapie, Erkenntnisse aus der behavioristischen Forschung an.

Literatur

John B. Watson: Psychology as the Behaviorist Views It. In: Psychological Review. Nr. 20, 1913, S. 158–177 (englischsprachiger Volltext). (auch enthalten in: John B. Watson: Behaviorismus. Köln 1968 bzw. Frankfurt am Main 1976)
Burrhus Frederic Skinner: Wissenschaft und menschliches Verhalten. Kindler, München 1973, ISBN 3-463-00562-X (englischsprachiger Volltext [PDF; 4,0 MB; abgerufen am 9. Juli 2017] englisch: Science and Human Behavior.).
Burrhus Frederic Skinner: Jenseits von Freiheit und Würde. Rowohlt, Reinbek 1982, ISBN 3-498-06101-1 (englisch: Beyond Freedom and Dignity.).
Burrhus Frederic Skinner: Verbal Behavior. Copley Publishing Group, Acton 1992, ISBN 0-87411-591-4 (Erstausgabe: 1957).
Burrhus Frederic Skinner: Was ist Behaviorismus? Rowohlt, Reinbek 1978, ISBN 3-498-06124-0 (englisch: About Behaviorism.).
Burrhus Frederic Skinner: Die Funktion der Verstärkung in der Verhaltenswissenschaft. Kindler, München 1974, ISBN 3-463-00587-5 (englisch: Contingenies of Reinforcement.).
Klaus-Jürgen Bruder: Psychologie ohne Bewußtsein. Die Geburt der behavioristischen Sozialtechnologie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-518-28015-5.
William O’Donohue (Hrsg.): Handbook of Behaviorism. Academic Press, San Diego 1998, ISBN 0-12-524190-9.
John A. Mills: Control: A History of Behavioral Psychology. New York University Press, New York 2000, ISBN 0-8147-5612-3.


Einzelnachweise

1) B. F. Skinner: Futurum Zwei »Walden Two«. Die Vision einer aggressionsfreien Gesellschaft. Rowohlt, Reinbek 1972. ISBN 3-499-16791-3. Englisch 1948.
2) Burrhus Frederic Skinner: What is the experimental analysis of behavior? In: Journal of the Experimental Analysis of Behavior. Band 9, Nr. 3, 1. Mai 1966, ISSN 0022-5002, S. 213–218, doi:10.1901/jeab.1966.9-213, PMID 16811287, PMC 1338181 (freier Volltext).
3) Burrhus Frederic Skinner: Was ist Behaviorismus? Rowohlt, Reinbek 1978, ISBN 3-498-06124-0, S. 239: „Ein Organismus ist selbstverständlich nicht leer und kann folglich nicht als eine black box angesehen werden“
4) John Dewey: The Reflex Arc Concept in Psychology. 1896 (Volltext).
5) Edward K. Morris, Junelyn F. Lazo, Nathaniel G. Smith: Whether, when, and why Skinner published on biological participation in behavior. In: The Behavior Analyst. Band 27, Nr. 2. The Association for Behavior Analysis International, 2004, ISSN 0738-6729, S. 153–169, PMC 2755402 (freier Volltext).
6) Burrhus Frederic Skinner: About behaviorism. Knopf, New York 1974, S. 211–212 (englisch): “The question, then, is this: What is inside the skin, and how do we know about it? The answer is, I believe, the heart of radical behaviorism.”
7) William M. Baum: Understanding Behaviorism: Behavior, Culture, and Evolution. 2. Auflage. Blackwell, Oxford, ISBN 1-4051-1261-1, S. 312.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus. 07.11.2019)


SORKC-Modell

Das SORKC-Modell (auch SORCK-Modell[1][2], SORK-Modell[3] oder SORC-Modell[4][5]) ist eine Erweiterung des operanten Konditionierens (S: Stimulus → R: Reaktion → C: Konsequenz) nach Burrhus Frederic Skinner, welches zuerst von Lindsley im Jahr 1964 um die Variable K (Kontingenz) erweitert wurde und später im Jahr 1969 von Frederick Kanfer und G. Saslow um die kognitiven Elemente O (Organismus).[6]

Es ist ein Verhaltensmodell, das fünf Bestimmungsstücke als Grundlage von Lernvorgängen beschreibt. Im deutschen Sprachraum wurde daraus eine „Verhaltensgleichung“ geprägt, also ein Modell, das sowohl Verhalten als auch den Erwerb von Verhalten erklärt. Das von G. A. Saslow mitentwickelte SORKC-Schema gilt in der Verhaltenstherapie mittlerweile als Standard für die Erklärung des Zustandekommens von pathopsychologischen Verhalten in ätiologischer Hinsicht, aber auch des Ablaufs dieses Verhaltens in der konkreten Situation.

Das SORKC- Modell wurde von Frederick Kanfer im Zuge der kognitiven Orientierung der Verhaltenstherapie in den 1970er Jahren um Burrhus Frederic Skinner entwickelt. Kanfer selbst wollte das SORKC-Modell eher als Arbeitshypothese verstanden wissen und versuchte immer, auch auf andere Ansätze und Entwicklungen hinzuweisen. Die axiomhafte Anwendung des SORKC-Schemas bekämpfte er.

S (Stimulus) bezeichnet eine äußere oder innere Reizsituation. Der Stimulus erfasst die das Verhalten auslösenden Bedingungen (In welcher Situation tritt das Verhalten auf?).
O (Organismusvariable) bezeichnet die individuellen biologischen und lerngeschichtlichen Ausgangsbedingungen bzw. Charakteristika der Person auf den Stimulus.
R (Reaktion bzw. Verhalten) bezeichnet die Reaktion auf den Stimulus nach der Verarbeitung durch den Organismus auf kognitiver, motorischer, vegetativer und affektiver Ebene.
K (Kontingenz) bezeichnet die Regelmäßigkeit des Auftretens der Konsequenz nach der Reaktion.[7]
C (Konsequenz) bezieht sich auf das Einsetzen einer Verstärkung oder Bestrafung als Folge eines Verhaltens (Was folgt auf das Verhalten?).

In einigen Übersetzungen wird die Zuordnung von K und C vertauscht.[8] Üblicher ist jedoch in der Praxis C für die Konsequenz zu verwenden und dementsprechend zu unterscheiden zwischen C+ (positive Konsequenz: positive Verstärkung), C+/ (Entzug positiver Konsequenz: indirekte Bestrafung), C- (direkte Bestrafung) und C-/ (Entzug negativer Konsequenz: negative Verstärkung).

Im SORKC-Modell sind die zentralen Lernmechanismen vereinigt: Während sich S und R auf die klassische Konditionierung (ein Reiz löst ein bestimmtes Verhalten aus) beziehen, umfassen R und C das operante Lernen (positive bzw. negative Konsequenzen steuern ein Verhalten). Im Falle der klassischen Konditionierung ist S ein konditionierter Stimulus (CS), im Falle der operanten Konditionierung wäre S ein diskriminativer Stimulus (SD, SΔ), der anzeigt, ob im Falle einer Reaktion eine Konsequenz (C) erfolgt.[9]

Grundsätzlich kann man also sagen:
S → O → R → K → C

Ein Reiz wirkt auf einen Organismus ein, der bei diesem eine emotionale-physiologische Reaktion auslöst. Nachfolgend ergibt sich eine Konsequenz aus der Reaktion (z. B. Erleichterung durch Flucht). Läuft dieser Vorgang häufig ab, verstärkt sich die Reaktion; es wird gelernt, bestimmte Verhaltensweisen bilden sich heraus. Auf diese Weise können unter anderem psychische Krankheiten oder Verhaltensstörungen entstehen oder auch bekämpft werden - bspw. durch ein Einüben anderer Verhaltensweisen oder durch eine Veränderung von Stimuli. Dieser Ansatz wird vor allem in der Verhaltenstherapie verfolgt.
Beispiele

Beispiel mit dem Verhalten eines Zwangspatienten (Kontrollzwang):

S: Die Person verlässt ihre Wohnung (externe auslösende Situation).
O: Sich Sorgen zu machen und in Grübelschleifen zu geraten, gehört zum Denkstil des Patienten.[10]
R(kognitiv): „Das Haus könnte abbrennen, falls ich vergessen habe den Herd auszuschalten oder ein Kabel durchbrennt.“
R(emotional): Angst, starke Beunruhigung.[10]
R(physiologisch): Anspannung, Unruhe.[10];
R(motorisch): Daraufhin geht er zurück in die Wohnung, kontrolliert den Herd und sucht alle Räume ab, ob auch wirklich alle Stecker gezogen sind.
K: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, sich nach dem Kontrollieren (R) zu entspannen (C-/).[10]
C-/(kurzfristig): Als Konsequenz (C) tritt bei der Person eine Spannungsreduktion auf, jedoch verstärkt sich hierdurch der Kontrollzwang (R(motorisch)). Die Reduktion der unangenehm empfundenen Spannung wird deshalb als negative Verstärkung (C-/) bezeichnet, weil sich dadurch die Häufigkeit des Kontrollierens verstärkt.
C+/(langfristig): Der Patient vermeidet aus dem Haus zu gehen und verliert dadurch soziale Kontakte.


Literatur

Frederick H. Kanfer, Hans Reinecker, Dieter Schmelzer: Selbstmanagement-Therapie. Springer: Berlin, Heidelberg, 3. Aufl. 2000, S. 36 ff
Clemens Hillenbrand: Einführung in die Pädagogik bei Verhaltensstörungen, 3. Auflage. München 2006.
Michael Borg-Laufs: Störungsübergreifendes Diagnostik-System für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (SDS-KJ). 2. Auflage, DGVT-Verlag, Tübingen 2011

Einzelnachweise

1) Michael Borg-Laufs, Heiko Hungerige: Selbstmanagementtherapie mit Kindern. Ein Praxisbuch. 2. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-608-89104-1, S. 89 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
2) Frank Schneider, Sabbrina Weber-Papen: Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie ...in 5 Tagen. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-540-89049-2, S. 85 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
3) Wulf Rössler: Psychiatrische Rehabilitation. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-40735-9, S. 587 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
4) A. Zaby, J. Heider: Verhaltenstherapeutische Diagnostik. In: Michael Broda, Wolfgang Senf (Hrsg.): Praxis der Psychotherapie. Ein integratives Lehrbuch. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-13-106095-2, S. 295 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
5) Fritz Mattejat: Fallkonzeptualisierung, Indikationsstellung und Therapieplanung. In: Helmut Remschmidt, Fritz Mattejat, Andreas Warnke (Hrsg.): Therapie psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Ein integratives lehrbuch für die Praxis. Thieme, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-13-143681-8, S. 18 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
6) Hans-Ulrich Wittchen, Jürgen Hoyer: Klinische Psychologie & Psychotherapie. Springer, 2011, ISBN 978-3-642-13018-2, S. 424 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
7) H.-C. Steinhausen: Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Lehrbuch der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. 2006, S. 61 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
8) Hans-Ulrich Wittchen, Jürgen Hoyer: Klinische Psychologie & Psychotherapie (Lehrbuch mit Online-Materialien). Springer-Verlag, 2011, ISBN 978-3-642-13018-2, S. 424 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
9) Franz Petermann, Hans Reinecker: Handbuch der Klinischen Psychologie und Psychotherapie. Hogrefe Verlag, 2005, ISBN 978-3-8409-1899-5, S. 148 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
10) Tilo Kircher: Pocket Guide Psychotherapie. Springer, Berlin 2013, ISBN 978-3-642-30008-0, S. 34 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/SORKC-Modell. 07.11.2019)


Verhaltenstherapie

Mit Verhaltenstherapie (VT) wird ein Spektrum von Methoden im Fachgebiet der Psychotherapie bezeichnet. Diesen ist trotz zahlreicher Unterschiede hinsichtlich theoretischer Annahmen und praktischer Methoden gemeinsam, dass sie das Modell der klassischen Konditionierung als zentral für die Abläufe in der menschlichen Psyche bewerten. Ein weiteres Merkmal verhaltenstherapeutischer Verfahren ist die Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten. Im Mittelpunkt steht, dem Patienten nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme Methoden an die Hand zu geben, die ihn ermächtigen sollen, seine psychischen Beschwerden zu überwinden.


Prinzip der Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapeutische Verfahren basieren ursprünglich auf der Lerntheorie. Die Grundidee ist, dass störungsbedingtes Verhalten erlernt wurde und auch wieder verlernt werden kann, bzw. dass angemessenere Denk- und Verhaltensweisen erlernt werden können. Inzwischen wurde die Verhaltenstherapie in vielerlei Weise weiterentwickelt und in verschiedene Methoden ausdifferenziert.[1] In der Öffentlichkeit besonders bekannte therapeutische Techniken der Verhaltenstherapie sind Konfrontationen mit auslösenden Reizen (z. B. Exposition, systematische Desensibilisierung) sowie die Verstärkung erwünschten und die Löschung unerwünschten Verhaltens.[2]

Hintergründe

Grundannahmen

Ursprünglich verfolgte die Verhaltenstherapie nach John B. Watson (1878–1958) im Gegensatz zu tiefenpsychologischen Verfahren ein „Black-Box-Modell“, das im Wesentlichen besagt, dass innere Vorgänge für Außenstehende undurchschaubar bleiben und daher nicht analysiert werden sollten. Diese Haltung war ein Versuch, von der intuitiven Vorgehensweise der Tiefenpsychologie wegzukommen, die, wie Wolf Singer es beschreibt, von der Perspektive der 1. Person („Ich beobachte meine Gefühle“) lebt und weitgehend auf Unterstellungen (Ödipuskomplex etc.) angewiesen ist. Die Verhaltenstherapie sucht die Perspektive der 3. Person („Wir schauen gemeinsam auf die Situation“) und ist daher stärker an neurologisch-neurobiologischen Modellen angelehnt, bei der ein Reiz und die messbare Reaktion im Mittelpunkt stehen.

Viele Autoren beschreiben die Verhaltenstherapie als Methode, die gezielt Symptome psychischer Störungen behandeln und die Handlungsfähigkeit des Patienten erweitern soll. Tiefenpsychologische Selbsterkenntnis oder das Erkunden unbewusster seelischer Vorgänge sind dabei nicht zentral.[3][4] Verhaltenstherapeutische Techniken sollen dem Klienten eine bessere Selbstregulation ermöglichen. Charakteristisch für die Verhaltenstherapie ist die Konzentration auf gegenwärtige statt auf vergangene Handlungsursachen, ohne frühere Erfahrungen in der Analyse der Problementstehung zu vernachlässigen. Somit liegt der Schwerpunkt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung.[5]

Die Verhaltenstherapie unterscheidet sich von der Psychoanalyse durch folgende Annahmen: Es wird davon ausgegangen, dass Verhaltensweisen erlernt und auch wieder verlernt werden können.[6] Allerdings werden genetische Unterschiede als Ursachen von Störungen mit berücksichtigt, etwa in den so genannten Vulnerabilitäts-Stress-Modellen. Dabei wird eine ererbte Stressanfälligkeit als Voraussetzung einer Störung berücksichtigt. In ihren Annahmen über ätiologische Störungsmodelle ist die Verhaltenstherapie nur begrenzt bestimmten Theorien verpflichtet und kann daher neue empirische Erkenntnisse in ihre Modelle und Theorien integrieren.[7]

Daraus folgt, dass problematisches Verhalten in erster Linie als Ergebnis von Lernprozessen gesehen und durch die Verwendung von Verhaltens- und Lernprinzipien verändert werden soll. Entscheidend ist hierfür eine genaue Verhaltensanalyse zur Bestimmung der augenblicklichen Ursachen eines problematischen Verhaltens. Die Behandlungsstrategien werden sodann individuell auf die Probleme des Patienten angepasst. Um Veränderungen zu bewirken, ist es nicht zwangsläufig notwendig, die Ursprünge des psychischen Problems genau zu ergründen. Gerade bei gut definierten, weniger komplexen psychischen Störungen zeigt sich eine gute Wirksamkeit.[8]

Vorgehensweise

Da sich eine Vielzahl verschiedener verhaltenstherapeutischer Methoden entwickelt haben, gibt es nicht ein verhaltenstherapeutisches Standardverfahren. Üblicherweise steht jedoch am Beginn einer verhaltenstherapeutischen Behandlung die Verhaltens- und Problemanalyse, in der die Probleme des Patienten in Abhängigkeit zu ihren aufrechterhaltenden Bedingungen und im Hinblick auf ihre Konsequenzen untersucht werden. Ein zugrundeliegendes Konzept ist dabei die Verhaltensanalyse nach Frederick Kanfer, das so genannte SORKC-Modell.[9] Neben der Untersuchung von Reiz-Reaktions-Zusammenhängen werden in der Regel auch Gefühle, Gedanken und körperliche Prozesse mit einbezogen. Ebenso die Einflüsse des erweiterten Umfelds des Patienten, wie zum Beispiel das Verhalten von Familienangehörigen, Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten. Auch die Ebene der Pläne und Systemregeln wird berücksichtigt. Ein weiteres Analysefeld ist die Therapeut-Klient-Beziehung, der heutzutage mehr Platz als in den Anfängen der Verhaltenstherapie eingeräumt wird.[10]

In der Zielanalyse erfolgt gemeinsam mit dem Patienten die Bestimmung und Konkretisierung realistischer Therapieziele, aus denen der Therapeut die einzusetzenden Interventionen auswählt und in Rücksprache und mit Zustimmung des Patienten einsetzt. Im Anschluss an diese Schritte, wird oft ein Therapievertrag vereinbart, in dem Patient und Therapeut Ziele und Aufgaben während der Therapie beschließen.[11][12]

Im weiteren Verlauf der Therapie können verschiedene verhaltenstherapeutische Verfahren eingesetzt werden, die sich auf die Verhaltens- und Zielanalyse beziehen.[13] Übergeordnetes Prinzip ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Das heißt, der Patient soll in der Therapie lernen, mit dem eigenen Leben (wieder) selbst zurechtzukommen. Die aus der Gesprächspsychotherapie bekannten therapeutischen Basisvariablen wie Echtheit, Empathie und uneingeschränktes Akzeptieren des Patienten sind ein wichtiger Aspekt. Darüber hinaus achtet der Therapeut in der Regel auch auf eine komplementäre Beziehungsgestaltung, wie bei Klaus Grawe beschrieben. Ein weiterer wichtiger Schritt, der neben dem Einsatz von Interventionsmethoden bedacht werden muss, ist der Aufbau einer therapeutischen Allianz bzw. von Veränderungsmotivation.[14] Nach dem Einsatz der eigentlichen Interventionen wird ein Evaluationsprozess durchlaufen, in dem der Erfolg der durchgeführten Methoden überprüft wird. Die beschriebenen Analyse- und Interventionsschritte werden in der therapeutischen Praxis nicht strikt getrennt voneinander durchgeführt, sondern bedingen sich gegenseitig und werden in einem Feedbackprozess immer wieder von neuem durchlaufen.[15]
Verfahren der Verhaltenstherapie (Auswahl)

Um die im Therapievertrag vereinbarten Therapieziele zu erreichen, können in der Verhaltenstherapie inzwischen mehr als 50 verhaltenstherapeutische Einzelverfahren eingesetzt werden. Einige von ihnen seien an dieser Stelle genannt:

Konfrontationsverfahren

In der Konfrontationstherapie werden Verfahren angewendet, die auf dem Modell der klassischen Konditionierung aufbauen mit dem Ziel eine Extinktion, Gegenkonditionierung oder Habituation zu erreichen. Expositionsverfahren können zum einen in massierter oder graduierter Form und in vivo oder in sensu angewandt werden. Zudem können die Dauer (kontinuierlich) und das Ausmaß des Selbstmanagement (Selbst-Exposition) variiert werden. Diese Verfahren werden vorwiegend bei Phobien, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt.

Systematische Desensibilisierung: Exposition mit hierarchisch abgestuften aversiven Stimuli, zunächst in sensu, dann in vivo, gekoppelt mit Entspannung
Flooding (Reizüberflutung): unmittelbare Konfrontation mit Stimuli in höchster Intensität
Aversionstherapie
Reaktionsverhinderung
Screen-Technik
Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) nach Francine Shapiro
Extinctions (Habituations)-Training (graduierte Löschung): In-vivo-Konfrontation mit abgestuften aversiven Stimuli
Implosion (aus tiefenpsychologischer Tradition): Konfrontation mit Angststimuli in der Vorstellung
Angstbewältigungstraining: Kombination verschiedener Expositionsverfahren mit anderen Bewältigungsstrategien

Operante Verfahren

Bei den operanten Verfahren wird das Verhalten mittels Verstärkung (Erhöhung der Häufigkeit (Wahrscheinlichkeit) eines Verhaltens) oder Bestrafung (Reduzierung der Verhaltenshäufigkeit) modifiziert (Verhaltensmodifikation). Positive Verstärkung geschieht durch Zuführung von angenehmen Reizen, negative Verstärkung durch Wegnahme von unangenehmen Reizen. Direkte Bestrafung erfolgt durch Zuführung von unangenehmen Reizen, indirekte Bestrafung durch Wegnahme von angenehmen Reizen, z. B. Time-out-Technik. Prinzipien beim Aufbau von Verhalten sind: Verhaltensformung (Shaping), Verhaltenskettung (Chaining), Prompting, Differentielle Verstärkung, Diskrimination, Fading und Generalisierung und für den Abbau von Verhalten: Löschung, Bestrafung und Vergessen.

Biofeedback nach Miller
Token-System (Token economy)
Response-Cost
Kontingenzverträge: Zielverhalten und Verstärker werden genau (schriftlich) festgelegt
Dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach Marsha M. Linehan
Training sozialer Kompetenzen (Social Skills Training), z. B. das Assertiveness Training Programme nach Ullrich & Ullrich de Muynck; das Gruppentraining Sozialer Kompetenzen nach Hinsch & Pfingsten oder die sozialen Kompetenztrainings mit Kindern nach Petermann & Petermann. In der verwandten Form des Trainings zwischenmenschlicher Fertigkeiten ist es ein wesentlicher Bestandteil der Dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan
Habit-Reversal-Training nach Azrin & Nunn
Rollenspiel
Kommunikationstraining
Training von Entspannungstechniken (v. a. Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training)
Euthyme Therapie (Genusstherapie)
Negatives Üben

Kognitive Ansätze

Kognitive Ansätze der VT basieren auf kognitiven Theorien des Verhaltens. Ein Individuum interpretiert und transformiert aktiv Informationen (Umgebungsreize) und strukturiert die Erfahrungen (Ordnen und Bewerten der Realität). Kognitionen beeinflussen als transformierte Reize das Verhalten. Verhaltensprobleme sind das Ergebnis falscher Annahmen, unvollständiger Schlüsse, inadäquater Selbstinstruktionen und unzureichender Problemlösefähigkeiten.

Kognitive Therapie nach Aaron T. Beck
Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT), vormals verkürzt Rational-Emotive Therapie (RET) genannt, nach Albert Ellis
Ärgermanagement nach Raymond W. Novaco
Stressmanagement bzw. Stressimpfungstraining nach Donald Meichenbaum
Selbstverbalisation bzw. Selbstinstruktionstraining nach Donald Meichenbaum
Problemlösetraining nach D’Zurilla & Goldfried
Attributionstherapie (Seligman, Bandura)
Schmerzmanagement nach Turk
Selbstmanagement-Therapie nach Frederick Kanfer
Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion nach Jon Kabat-Zinn
Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) nach Steven C. Hayes
Kognitive Umstrukturierung
Schematherapie nach Jeffrey E. Young

Sonstige Verfahren

Multimodale Therapie (BASIC-ID) nach Arnold A. Lazarus

Siehe auch: Stressmodell von Lazarus (1974)

Anwendungsbereiche

Verhaltenstherapeutische Methoden werden heutzutage bei vielen psychischen Störungen und psychosomatischen Erkrankungen eingesetzt. Nach dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie der deutschen Bundesregierung kann Psychotherapie indiziert sein bei:[16]

Abhängigkeiten von psychotropen Substanzen (z. B. Alkoholabhängigkeit)
(teil)remittierten psychotischen Erkrankungen (u. a. Schizophrenie) und wahnhaften Störungen
affektiven Störungen (z. B. Depression)
Angststörungen (z. B. Agoraphobie, Spezifische Phobie (Liste), Soziale Phobie, Panikstörung, Zwangsstörung)
Belastungsstörungen (z. B. Posttraumatische Belastungsstörung)
Dissoziativen, Konversions- und somatoformen Störungen
Essstörungen (z. B. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa)
Persönlichkeitsstörungen (z. B. Borderline-Persönlichkeitsstörung)
psychosomatischen Erkrankungen (z. B. Spannungskopfschmerz, Bluthochdruck)

Formen

Individuelle Verhaltenstherapie (VT) oder Kognitive Verhaltenstherapie (KVT, KogVT)
Paartherapie
Familientherapie
Gruppentherapie
Gemeindepsychologie
Prävention

Verhaltensmedizin

Aus der Verhaltenstherapie ist die Verhaltensmedizin hervorgegangen. Sie befasst sich mit der Anwendung verhaltenstherapeutischer Erkenntnisse auf allgemeine medizinische Sachverhalte; zum Beispiel mit der ergänzenden Behandlung von körperlichen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Diabetes, Spannungskopfschmerz, Tinnitus mit psychologischen Mitteln. Dies geschieht etwa dadurch, dass der Patient lernt, angemessener mit seiner Erkrankung umzugehen. Die Verhaltensmedizin beschäftigt sich mit Gesundheitsverhalten.[17]

Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten

Situation in Deutschland

Verhaltenstherapeut (psychologischer bzw. ärztlicher Psychotherapeut mit Fachkundenachweis in der Verhaltenstherapie) wird man durch eine 3- bis 5-jährige Ausbildung und die Erlangung einer staatlichen Approbation zur Ausübung eines Heilberufes. Voraussetzung für die Therapieausbildung ist, dass man einen Hochschulabschluss in Medizin oder Psychologie mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie besitzt. Neben den Psychologen und Medizinern können Diplom-Pädagogen, Diplom-Sozialpädagogen, Diplom-Sozialarbeiter sowie Diplom-Heilpädagogen nach einer entsprechenden 3- bis 5-jährigen Weiterbildung die Zulassung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut erlangen. Die Approbation zum Psychotherapeuten kann nach Ablegung des Staatsexamens bei der zuständigen Bezirksregierung beantragt werden. Neben einem erfolgreichen Abschluss müssen dafür weitere Voraussetzungen vorliegen, beispielsweise geistige Gesundheit, keine Vorstrafen.

Geschichte und Rezeption

Entwicklungsgeschichte der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie hat ihren Ursprung in den psychologischen Lerntheorien. Erste Schritte, die als verhaltenstherapeutisch bezeichnet werden können, nahm bereits Paul Dubois und später Mary Cover Jones 1924 vor. Jones therapierte ängstliche Kinder durch Konfrontation mit dem angstauslösenden Objekt.[18] Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es, lerntheoretisch fundierte Verfahren systematisch zur Behandlung psychischer Störungen, insbesondere Phobien, einzusetzen. So entwickelte z. B. der Südafrikaner Joseph Wolpe die Systematische Desensibilisierung, ein graduiertes Konfrontationsverfahren, in Kombination mit der Progressiven Muskelentspannung von Edmund Jacobson. Auf der anderen Seite wurde die operante Konditionierung von behavioristisch orientierten Therapeuten wie z. B. Ayllon und Azrin für die therapeutische Verhaltensmodifikation nutzbar gemacht. Mit ihr konnte erstmals mit nennenswertem Erfolg Menschen mit schwersten psychischen Störungen wie der Schizophrenie psychotherapeutisch geholfen werden. Seit den 1970er Jahren sind die Prinzipien der Verhaltenstherapie auch auf pädagogische Felder (Vorschule, Schule, Hochschule, Familie etc.) übertragen worden. Dieser Anwendungsbereich wird „Pädagogische Verhaltensmodifikation“ bezeichnet.[19]

Seit den 1960er und 1970er Jahren hat diese klassische Verhaltenstherapie zunehmend andere Gebiete der wissenschaftlichen Psychologie und Psychotherapie aufgegriffen und integriert.[20] Der Begriff kognitive Verhaltenstherapie oder kognitive Therapie trägt der Tatsache Rechnung, dass die Verhaltenstherapie sich außer mit der äußeren Verhaltensänderung auch mit der Veränderung der kognitiven, gedanklichen Schemata des Menschen beschäftigt. Begründer und Vorreiter der kognitiven Verhaltenstherapie waren unter anderem Albert Ellis, Aaron T. Beck und Donald Meichenbaum. Nach dieser so genannten kognitiven Wende haben sich kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapien für die Mehrzahl der psychischen Störungen entwickelt. Zu den neuesten Therapieformen zählt beispielsweise die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) für emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen. Die DBT beruht wie andere verhaltenstherapeutische Ansätze auf lerntheoretischen Grundprinzipien, ist aber sowohl von den Themen, die in die Behandlung mit einbezogen werden, als auch vom Methodenrepertoire her deutlich breiter angelegt als klassisch verhaltenstherapeutische Ansätze.[21] So werden beispielsweise Wert- und Sinnfragen erörtert und meditative Praktiken buddhistischer Prägung in die Behandlung integriert. Zunehmend ist die Rede von einer „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie, der neben der DBT auch Ansätze wie die Funktional-analytische Psychotherapie (FAP), die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) oder die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie der Depression (engl. Mindfulness Based Cognitive Therapy, MBCT) zugerechnet werden.[22]

Kritik an der Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist eine erwiesenermaßen wirksame Therapie bei zahlreichen psychischen Krankheitssymptomen.[23] Gleichwohl richtet sich gegen die Verhaltenstherapie bzw. manche ihrer Techniken ebenso Kritik, wie gegen andere Therapie- und Behandlungsverfahren auch. Vor allem der Behaviorismus als frühere Grundlage der VT ist aufgrund seiner reduktionistischen Herangehensweise kritisiert worden. Im Behaviorismus geht man davon aus, dass innerpsychische Prozesse wie Denken, Fühlen usw. nicht wissenschaftlich erforscht werden können. Er geht bei seinen Forschungen des Verhaltens von einer Black Box aus. Des Weiteren sei es beinahe unmöglich, die Verursachung von psychischen Störungen durch Lernerfahrungen wissenschaftlich zu belegen. Auch zirkelhafte Schlüsse könnten in den Belegen für die Richtigkeit der Annahmen des Behaviorismus fälschlicherweise herangezogen werden.[24] Heute gilt der Kognitivismus als das Leitparadigma in der Psychologie. Damit kann er auch als Grundlage der Verhaltenstherapie verstanden werden, die sich stets als praktische Anwendung der Erkenntnisse der Psychologie versteht. Die Kognitive Wende war vor allem wegen der unzureichenden Erklärungsmöglichkeiten für neuere Erkenntnisse des Behaviorismus nötig. Der Kognitivismus wird vor allem wegen seines theoretischen Ansatzes kritisiert. „Die Konzepte der Kognitiven Psychologie (z. B. Schemata) sind vage und nicht immer gut definiert.“[24] Kritiker wenden ein, dass die Erklärungen der kognitiven Psychopathologie wenig hilfreich seien. So ist die Behauptung, dass bspw. Depressive negative Gedanken hätten, für die Erklärung der Entstehung dieser Störung kaum hilfreich, da dies bereits Teil der Diagnose ist. Der Rückschluss, dass negative Gedanken die Depression auslösen, ist nicht schlüssig, da die postulierten negativen Denkschemata Ursache, aber auch Folge der Depression sein können.[24]

Kritisiert wurde ebenfalls die Verwendung von Aversionsverfahren. Bei Aversionsverfahren werden dem Klienten in Kombination mit problematischem Verhalten, Situationen oder Gegenständen unangenehme Reize vermittelt, was teilweise als unethisch angesehen wird. Aversionsverfahren spielen im Spektrum der verhaltenstherapeutischen Verfahren daher nur noch eine untergeordnete und weitgehend historische Rolle.[25]


Literatur

Anil Batra (Hrsg.): Verhaltenstherapie. Grundlagen, Methoden, Anwendungsgebiete. 4. Auflage. Thieme, Stuttgart 2013. ISBN 978-3-13-117784-1.
Jürgen Margraf (Hrsg.): Lehrbuch der Verhaltenstherapie. 4 Bände. 3. Auflage. Springer, Berlin 2009–2012
Eva-Lotta Brakemeier / Frank Jacobi: Verhaltenstherapie in der Praxis. 1. Auflage. Beltz-Verlag, 2017. ISBN 978-3-621-28487-5.
Michael Borg-Laufs (Hrsg.): Lehrbuch der Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen. 2 Bände. 2. Auflage. DGVT, Tübingen 2007, ISBN 978-3-87159-072-6.
D. Meichenbaum, D. C. Turk: Therapiemotivation des Patienten. Ihre Förderung in Medizin und Psychotherapie. Ein Handbuch. Aus dem Englischen übersetzt von Lothar Schattenburg. Huber, Bern 1994.
Hans Reinecker: Lehrbuch der Verhaltenstherapie. DGVT, Tübingen 1999, ISBN 3-87159-020-7.
A. Dutschmann: Verhaltenssteuerung bei aggressiven Kindern und Jugendlichen. Manual zum Typ A des ABPro. DGVT, Tübingen 2000.
F. Petermann (Hrsg.): Kinderverhaltenstherapie. Grundlagen und Anwendungen. 5., überarbeitete Auflage. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2015, ISBN 978-3-8340-1430-6.
Jeffrey Young, Janet Klosko, Marjorie Weishaar: Schematherapie. Ein praxisorientiertes Handbuch. 2. Auflage. Junfermann Verlag, Paderborn 2008, ISBN 978-3-87387-578-4.
Clemens Hillenbrand: Einführung in die Pädagogik bei Verhaltensstörung. 3. Auflage. München 2006.
Gerhard Zarbock: Praxisbuch Verhaltenstherapie. Grundlagen und Anwendungen biografisch-systemischer Verhaltenstherapie. Papst Science Publishers, Lengerich 2008, ISBN 978-3-89967-471-2.
W. Singer: Unser Menschenbild, Neurobiologische Überlegungen. Auditorium Verlag, 2003.


Einzelbelege

1) Dirk Revenstorf: Psychotherapeutische Verfahren. Band 1, 2. Auflage. Stuttgart 1994.
2) Brigitte Vetter: Psychiatrie. 7. Auflage. Stuttgart 2007.
3) Stefan Priebe, Donna Wright: The provision of psychotherapy – An international comparison. In: Journal of Public Mental Health. 5 (3), 2006.
4) Doris K. Silverman: What Works in Psychotherapy and How Do We Know?: What Evidence-Based Practice Has to Offer. In: Psychoanalytic Psychology. 22 (2), 2005.
5) T. Poehlke: Psychiatrie. 17. Auflage. 2009.
6) Klaus Schuster: Abenteuer Verhaltenstherapie – Neue Erlebnisse mit sich und der Welt. DTV, 1999.
7) F. Kanfer, D. Schmelzer: Wegweiser Verhaltenstherapie – Psychotherapie als Chance. Springer, 2001.
8) Dirk Revenstorf: Psychotherapeutische Verfahren. Band II: Verhaltenstherapie. Kohlhammer, 1996.
9) Franziska Dietz: Psychologie: Grundlagen, Krankheitsmodelle und Psychotherapie. Marburg 2006.
10) Anil Batra, Reinhard Wassmann, Gerhard Buchkremer: Verhaltenstherapie. Grundlagen – Methoden – Anwendungsgebiete. 4., vollständig überarbeitete Auflage. Thieme, 2013.
11) Jürgen Markgraf, Silvia Schneider: Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Band 1: Grundlagen, Diagnostik, Verfahren, Rahmenbedingungen. Heidelberg 2009.
12) Th. Heidenreich, J. Michalak (Hrsg.): Die „dritte Welle“ der Verhaltenstherapie. Grundlagen und Praxis. Beltz, 2013, ISBN 978-3-621-28037-2.
13) B. Kröner-Herwig: Die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie bei psychischen Störungen von Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen: Expertise zur empirischen Evidenz des Psychotherapieverfahrens Verhaltenstherapie. Dgvt-Verlag, 2004.
14) F. H. Kanfer, D. Schmelzer: Wegweiser Verhaltenstherapie. Berlin 2005.
15) Gerhard Zarbock: Phasenfahrplan VT: Aufgaben und Strukturierungshilfen für Therapeuten und Supervisoren. Pabst 2010.
16) Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie wbpsychotherapie.de Abgerufen am 29. März 2014.
17) Volker Köllner, Michael Broda: Praktische Verhaltensmedizin. Stuttgart 2005.
18) Peter Fiedler: Verhaltenstherapie mon amour: Mythos – Fiktion – Wirklichkeit. Stuttgart 2010.
19) Anil Batra, Reinhard Wassmann, Gerhard Buchkremer (Hrsg.): Verhaltenstherapie. Grundlagen – Methoden – Anwendungsgebiete. Thieme, 2006.
20) Anil Batra, Gerhard Buchkremer, Reinhard Wassmann: Verhaltenstherapie: Grundlagen – Methoden – Anwendungsgebiete. 4. Auflage. Stuttgart 2013.
21) Michaela A. Swales, Heidi L. Heard: Dialektische Verhaltenstherapie. Junfermann, 2013.
22) Th. Heidenreich, J. Michalak (Hrsg.): Die „dritte Welle“ der Verhaltenstherapie. Grundlagen und Praxis. Beltz, 2013.
23) Stellungnahme zur Prüfung der Richtlinienverfahren gemäß §§ 13 bis 15 der Psychotherapie- Richtlinie, Verhaltenstherapie Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer vom 10. November 2009.
24) M. Hautzinger (Hrsg.); Gerald C. Davison, John M. Neale: Klinische Psychologie. Belz PVU, Weinheim 2002.
25) H. Reinecker: Bestrafung. In: M. Linden, M. Hautzinger (Hrsg.): Verhaltenstherapiemanual. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-75739-9.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Verhaltenstherapie. 07.11.2019).